PostHeaderIcon Demo: Solidarität gegen Abschottung – Menschlichkeit gegen Rechtsruck

“Treffpunkt Asyl” organisiert am Samstag, den 9. September ab 13 Uhr in Bochum eine Demonstration im Rahmen der Aktionswochen “We ‘ll come united” unter dem Motto “Solidarität gegen Abschottung – Menschlichkeit gegen Rechtsruck”. Treffpunkt ist zwischen dem Nordbahnhof und dem neuen Justizpalast. Wir von BoFo unterstützen den Aufruf und die Demo!

Der Aufruf zur Demonstration:

»Der Sommer 2015, der Sommer der Migration, bleibt auch im Ruhrgebiet nachhaltig in Erinnerung.

Mit dem Durchbruch auf der Balkanroute wurde das EU-Grenzregime für einige Monate außer Kraft gesetzt. Es war der vorläufige Höhepunkt im Kampf um Bewegungsfreiheit in Europa. Geflüchtete erkämpften sich so damals das Recht auf ein Leben in Sicherheit und kamen auch in den Ländern Mitteleuropas an, die bis dahin von größeren Zahlen Geflüchteter “verschont” geblieben waren.

Viele waren hoffnungsvoll: Die Bilder vom “Train of Hope”, das spontane Engagement Zehntausender und die unzähligen neugegründeten Unterstützungs-Netzwerke ließen sogar von einem neuen, solidarischen Miteinander träumen.

Zwei Jahre später haben sich Enttäuschung, Resignation und Verzweiflung eingestellt. Parallel zur Kampagne der “Willkommenskultur” wurde seit 2015 gleichzeitig die deutsche und europäische Abschottungspolitik unablässig vorangetrieben.

Während heute nur noch selten von “Willkommenskultur” geredet wird – meist aber über vermeintliche Integrationsprobleme, über Straftäter und über die Notwendigkeit von mehr Abschiebungen – sterben tagtäglich mehr flüchtende Menschen im Mittelmeer als je zuvor. Und anstatt zu fragen, welche Zustände Menschen zur lebensgefährlichen Flucht zwingen, werden inzwischen selbst die zivilen Seenot-Retter*innen politisch attackiert.

Rassistische Angriffe auf geflüchtete Menschen sind ebenso alltäglich wie Abschiebungen und Vertreibung aus unseren Städten.

Gegen diese Verhärtung und unsere Resignation wollen wir kämpfen und auf die Straße gehen: Wir wollen nicht zuschauen, wie Menschen aufgrund der künstlich errichteten Festung Europa sterben. Wir wollen nicht hinnehmen, dass neue Freund*innen aus unseren Städten vertrieben und abgeschoben werden. Wir wollen nicht dasitzen, während Politiker*innen mit rassistischen Parolen und andauernden Asylrechtsverschärfungen auf rechten Stimmenfang gehen und neue Grenzen zwischen den hier lebenden Menschen ziehen.

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PostHeaderIcon Rede von Ciğdem Deniz Sert anlässlich der Diskussion mit den LandtagskandidatInnen

Liebe Gäste,

liebe Freundinnen und Freunde,

sehr geehrte Kandidaten und Kandidatin,

im Namen des Bochumer Forums für Antirassismus und Kultur heiße ich Sie/Euch zu unserer heutigen Podiumsdiskussion herzlich willkommen.

Die heutige Podiumsdiskussion mit den Bochumer Landtagskandidaten und einer Landtagskandidatin findet unter dem Titel „Rassistische, rechtspopulistische Entwicklungen in unserer Gesellschaft“ statt. Wir wollen in diesem Zusammenhang rassismuskritische Fragen stellen und mit Blick auf die Zukunft nach möglichen Antworten auf der politischen Ebene suchen.

Als wir die Veranstaltung geplant und eingeladen haben, ahnten wir noch nichts von dem Manifest des deutschen Innenministers zur sogenannten Leitkultur.

Die Debatte ist nicht neu! Aber liefert diese Debatte nicht einen Nährboden für genau den Rechtspopulismus, der aktuell in die Landtage einzieht, die Gesellschaft spaltet und gegen den sich alle demokratischen Kräfte vehement entgegenstellen?

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PostHeaderIcon Podiumsdiskussion mit Landtagskandidat*innen

Das Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur (BoFo e.V.) lädt zu einer Podiumsdiskussion mit den Bochumer Landtagskandidat*innen ein. Die Veranstaltung findet statt am Dienstag, 02.05.2017 um 18 Uhr bei ver.di Bezirk Bochum/Herne, Universitätsstr. 76, 44789 Bochum.
Rechtspopulismus und rassistische Entwicklungen in unserer Gesellschaft – was kann/muss die Politik tun?
Rechtspopulismus und Rassismus sind weiterhin wichtige Themen, die uns nahezu täglich beschäftigen. Auch viele Menschen in unserer Stadt haben noch offene Fragen zu diesen Themen. Insbesondere wenn es um die Frage geht, wie der zukünftige Landtag mit der Situation der Geflüchteten umgehen wird. Aber auch wenn es um die Frage geht, wie sich die einzelnen Parteien zum Thema “Rassismus” positionieren oder in der jüngst entfachten Debatte um die “Integration” der in Deutschland lebenden Menschen mit türkischem Migrationshintergrund wegen der Abstimmung zum Referendum in der Türkei.

Vor diesem Hintergrund und angesichts der unmittelbar bevorstehenden Landtagswahl in NRW lädt das BoFo zu dieser Veranstaltung ganz herzlich ein!

Es werden diskutieren:
Léon BECK, Landtagskandidat FDP
Barbara JESSEL, Landtagskandidatin DIE GRÜNEN
Christian LEYE, Landtagskandidat DIE LINKE
Marcus STAWARS, Landtagskandidat CDU

Im Anschluss an die moderierte Podiumsdiskussion werden Fragen aus dem Publikum an die Kandidat*innen zugelassen.

PostHeaderIcon Offener Brief an die Bochumer Stadtspitze

Folgenden Offenen Brief haben wir von BoFo initiiert und schnell viele engagierte und solidarische UnterstützerInnen gefunden. Es geht um den unhaltbaren Zustand, dass immer noch über 180 Kinder und Jugendliche von Gelüchteten in Bochum keinen Schulplatz haben.

Der Offene Brief im Wortlaut:

An

Herrn Oberbürgermeister Thomas Eiskirch

Herrn Stadtdirektor Michael Townsend

Frau Britta Anger, Sozialdezernentin Stadt Bochum

Frau Susanne Köllner, Kommunales Integrationszentrum der Stadt Bochum

Herrn Rainer Ruth ,Schulamt für die Stadt Bochum

Herrn Martin Stempel, Schulverwaltungsamt

Herrn Ernst Steinbach, Ausschuss für Schule und Weiterbildung

Bochum, 23.03.2017

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir, die Unterzeichner*innen dieses Briefes, wenden uns an Sie, da es in Bochum nach wie vor ein ungelöstes Problem mit der Beschulung schulpflichtiger Geflüchteter gibt. Eigentlich haben alle Kinder und Jugendlichen, die in Bochum wohnen, das Recht auf Schulunterricht. Ja, hierzulande herrscht eigentlich sogar Schulpflicht. Trotzdem gibt es in unserer Stadt etwa 180 geflüchtete Kinder und Jugendliche, die derzeit keine Möglichkeit haben, zur Schule zu gehen.

Je nach Quelle variieren die Zahlen leicht. (Antwort der Verwaltung im Haupt- und Finanzausschuss vom 25.01.2017 auf eine Anfrage aus dem Jahr 2016 / Mündliche Antwort des KiBo im Schulausschuss vom 07.02.2017). Unstrittig ist jedoch, dass die Stadt Bochum noch immer nicht ihrer Pflicht nachkommt, das Recht auf Bildung für alle Kinder und Jugendliche zu gewährleisten. Das ist kein neues Problem, aber wir halten es für einen unhaltbaren Zustand.

Uns ist bewusst, dass die Probleme vielfältig sind, die dazu führen, dass Bochum es bisher nicht schafft, diese rund zehn Prozent aller nach Bochum geflüchteten Kinder und Jugendlichen zu ihrem Recht auf Bildung kommen zu lassen. Zu kleine Klassenräume in vielen Schulgebäuden, zu große Klassenstärken, fehlende Lehrkräfte, überfordertes Lehrpersonal, fehlende Unterrichtsräume, mangelhaft gelieferte Klassencontainer, kein Geld. Niemand von uns behauptet, dass diese Probleme einfach zu lösen sind. Uns ist auch klar, dass Sie im Hintergrund daran arbeiten. Aber wir wissen auch: Einige dieser Probleme sind durch die Bochumer Politik hausgemacht, andere haben mit der Bundes- und Landespolitik zu tun. Völlig unschuldig daran sind in jedem Fall die minderjährigen Geflüchteten. Trotzdem leiden sie unter der aktuellen Situation stärker als jede verantwortliche Politikerin und jeder Verwaltungsmitarbeiter.

Darum sind wir der Überzeugung, dass hier unbedingt und vor allem schnell etwas passieren muss. Das Problem ist seit vielen Monaten, wenn nicht sogar seit Jahren bekannt. Für uns ist unverständlich, wieso die Stadt nicht zumindest Übergangslösungen und Überbrückungsmaßnahmen organisiert hat, bis sie ihre eigenen Struktur- und Infrastrukturprobleme so weit im Griff hat, dass sie allen in Bochum lebenden Kindern und Jugendlichen ihr Recht auf einen Regelschulbesuch erfüllen kann. Durch private Sponsoren finanzierte Ferienangebote sind unserer Meinung nach jedenfalls keine hinreichende Antwort auf dieses städtische Versagen.

Deshalb appellieren wir heute an Sie, die Behebung dieses Misstands unverzüglich zu einer Top-Priorität zu machen – und außerdem kurzfristig qualitativ hochwertige Übergangsmaßnahmen anzubieten, in denen die betroffenen Kinder und Jugendlichen die Zeit bis zur Einschulung zumindest sinnvoll nutzen können. Wenn Sie sagen, dass es an fehlenden Räumlichkeiten liegt, verstehen wir nicht, wieso die Stadt nicht zum Beispiel Jugendzentren außerhalb der Öffnungszeiten nutzt, oder übergangsweise einige der Büroflächen anmietet, die in unserer Stadt massenhaft leer stehen. Wenn es an fehlendem Personal liegt, dann müssen Sie dafür sorgen, es einzustellen. Wenn disfunktionale Verwaltungsstrukturen der Grund sind, ist es Ihre Aufgabe, hier Abhilfe zu schaffen. Wir sind uns sicher, dass Ihnen zur Problemlösung noch viel mehr einfällt. Wir meinen jedenfalls, dass diese Menschen eine Perspektive brauchen – und das möglichst schnell.

Mit der Hoffnung auf schnelle Beantwortung verbleiben wir mit freundlichen Grüßen

Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur- BoFo e.V.

Flüchtlingsrat NRW

Treffpunkt Asyl Bochum

Amnesty International Bochum

linksjugend [´solid] Bochum

WorldBeatClub

GEW Bochum

Refugee Strike Bochum

Begegnungscafé Lysa

terre des hommes Gruppe Bochum

PostHeaderIcon Free Deniz Yüksel, den ihr von einer BoFo Lesung in Bochum kennt

PostHeaderIcon Gemeinsam gegen Rechts! – Gemeinsam für soziale Gerechtigkeit!

Am 6. Mai in Bochum: Wir von BoFo rufen gemeinsam mit viele anderen zu dieser Demo  auf! Der Aufruf im Wortlaut:

Reichtum umverteilen

Die extrem ungleiche Verteilung des gesellschaftlichen Wohlstands bedrohen Demokratie und Frieden – dies ist eines der größten Probleme unserer Zeit. Weltweit besitzt das reichste 1 % der Weltbevölkerung über 50 % des Gesamtvermögens. In Deutschland besitzt ein Prozent der Superreichen rund ein Drittel des Vermögens. Die BMW- Erbin Susanne Klatten ist jeden Morgen um 1,4 Millionen Euro reicher. Die Kluft zwischen Arm und Reich spaltet unsere Gesellschaft. Eine kleine Elite besitzt eine kaum zu kontrollierende politische Macht, die sie rücksichtslos zur Durchsetzung ihrer Interessen nutzt. Durch die Steuergeschenke an Reiche und Superreiche aller Regierungen seit 2000 fehlen dem Staat jährlich etwa 70 Milliarden Euro.

Das größte Problem unserer Zeit

Viele fühlen sich von der herrschenden Politik nicht nur im Stich gelassen, sondern Agenda 2010 und Hartz-IV, ein ausufernder Niedriglohnsektor, zunehmende befristete Arbeitsverhältnisse, Leiharbeit und Werkverträge schüren bei ihnen Abstiegsängste oder stürzen sie in tatsächliche Armut. Nationalisten und die Rassisten der AfD nutzen die Wut und Ängste der Menschen. Soziale Demagogie und Fremdenhass sind zentrale Bestandteile ihrer Politik. Ungerechte Vermögensverteilung, wachsende Zukunftsängste, soziale Unsicherheit einerseits und der Aufschwung des Rechtsextremismus, Nationalismus und Rassismus in Deutschland und Europa andererseits sind zwei Seiten ein und derselben Medaille!

Ja zum Sozialstaat – stärken und ausbauen

Das Thema “Soziale Gerechtigkeit” muss im Mittelpunkt der Politik stehen. Das erfordert die Abkehr von der Agenda 2010 Politik und eine grundlegende Korrektur bei Hartz IV und Grundsicherung. Leih- und Werkvertragsarbeit sowie befristete Arbeitsverträge müssen eingeschränkt werden. Der Sinkflug der Renten muss beendet und umgekehrt werden, damit Altersarmut verhindert wird. Notwendig ist eine Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums von oben nach unten durch eine gerechte Steuerpolitik. Große Vermögen und Erbschaften genauso wie Kapitalerträge und Spitzengehälter müssen gerecht besteuert werden. Folge wäre z.B. eine ausreichende Finanzierung von Städten und Gemeinden, damit wieder in öffentliche und soziale Infrastruktur investiert werden kann.

Europa neu begründen

Die Länder in Südeuropa werden durch EU-Auflagen zu massiver Einsparpolitik gezwungen (z.B. Lohn- und Rentenkürzungen). Dies hat zum wirtschaftlichen und sozialen Verfall in den südeuropäischen Ländern geführt. Mit den milliardenschweren Rettungspakten werden überwiegend die Banken saniert, während die Menschen darben. Dies alles hat mit zum Aufschwung rechtspopulistischer und rechtsextremer Parteien in Europa beigetragen. Wir brauchen eine Erneuerung und Demokratisierung Europas. Und das bedeutet eine solidarische Politik für gleiche Lebensverhältnisse

Flüchtenden Menschen mit Würde begegnen

Die regionalen Kriege, wie im Nahen- und Mittleren Osten und in Afrika sind eine wesentliche Ursache für millionenfache Flucht und menschliches Elend. Sie werden aus Deutschland mit Waffenlieferungen und logistischer Hilfe unterstützt. Den geflüchteten Menschen mit Würde zu begegnen, ihnen Schutz zu gewähren und eine Zukunftsperspektive zu eröffnen ist eine Herausforderung für die gesamte Gesellschaft.

Frieden, Abrüstung und Entspannung in Europa und der Welt

Von Deutschland muss Frieden ausgehen. Wir brauchen Initiativen für eine neue Abrüstungs- und Entspannungspolitik in Europa und der Welt, aber keine Verdoppelung der Militärhaushalte. Wir brauchen zivile Konfliktbewältigung und Rüstungskonversion, jedoch keine Terrorszenarien und keine Sicherheitshysterie, die das gesellschaftliche Klima vergiften und den Boden für Rechtspopulisten bereiten. Gefragt sind Kooperation statt Konfrontation, Abrüstung statt weiterer Sozialabbau.

Aktiv gegen Rechts und Rassismus – Aktiv für Demokratie, ein soziales Deutschland und Europa

Du bist gefragt – Du kannst etwas verändern:

Im Betrieb – in Schulen und Hochschulen – in Universitäten – auf der Straße – bei Wahlen !

Deshalb am 6. Mai 2017 in Bochum klare Kante zeigen:

Auftakt: 11.30 Uhr am Schauspielhaus

Kundgebung: 13.00 Uhr Husemannplatz

Spenden für die Demo am 06. Mai 2017:

Kinder- und Jugendring Bochum e.V. Sparkasse Bochum / IBAN: DE12 4305 0001 0001 3118 02

Stichwort: Demo am 06. Mai 2017 — Die Spende kann steuermindernd bescheinigt werden.

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PostHeaderIcon Hingehen!: Esther Bejarano

BoFo freut sich darüber, dass Esther Bejarano und die Microphone Mafia zusammen mit der Compania Bataclan am 21. 4. einen Abend im Bahnhof Langendreer gestalten werden. Esther Bejarano wird dabei auch Fragmente ihres Buches: ” Wir leben trotzdem ” vortragen. In der Ankündigung heißt es: »Esther Bejarano, die gemeinsam mit der MMafia jüdische und revolutionäre Lieder der Zeitgeschichte im RAP-Stil vorträgt, wird zudem von ihrem Sohn Joram am Bass begleitet. Mit der Compania Bataclan wird sie neben deren eigenem Programm gemeinsam zwei Klezmer-Songs vortragen.

Erst kürzlich feierte Esther B. Geburtstag und wurde 92 Jahre alt. Sie ist eine der letzten Überlebenden des sog. Mädchen-Orchesters in Auschwitz. Das von und zur ” Entspannung und Vergnüglichkeit ” der SS gegründete Mädchen-Orchester hat sie im Verlauf der Gräueltaten von Auschwitz aufgrund ihrer Mitgliedschaft überleben lassen und so das Leben gerettet. Ihre beeindruckende Persönlichkeit ist aber nicht daran zerbrochen, im Gegenteil: So ist Esther Bejarano als Zeitzeugin seit vielen Jahren Musikerin, bietet Workshops an und begreift sich als aufklärende Aktivistin im anti-faschistischen Diskurs in Schulen, im TV oder bei anderen Gelegenheiten.«

Eintritt: VVK: 12 € | AK: 15 € | Erm: 12 €

Einlasszeit: 19:00

PostHeaderIcon Lesung: Daughters and Sons of Gastarbeiters

Am Samstag, 21. Januar lädt das Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur – BoFo e.V. um 19.30 Uhr zu einer Gastlesung der „Daughters and Sons of Gastarbeiters“ ins PRINZREGENTTHEATER, Prinz-Regent-Str. 50-60, Bochum ein.

In der Ankündigung heißt es: „Daughters and Sons of Gastarbeiters ist das Literaturformat, das im Januar 2015 in Berlin ins Leben gerufen wurde, und nun im PRINZREGENTTHEATER gastiert. Die Berliner AutorInnen Dr. Cicek Bacik, Wolfgang Farkas, Dr. Zoran Terzic und Özlem Yilmazer bieten in künstlerisch-performativer Form autobiografische Geschichten aus ihrer Familiengeschichte dar. Dabei werden die Erzählungen der AutorInnen von Bildprojektionen aus dem Familienalbum, Bühnenbild, Film und Musik begleitet und eröffnen einen Diskurs über das Selbstverständnis und die Relevanz der Einwanderer in der deutschen Gesellschaft. Diesen Beitrag weiterlesen »

PostHeaderIcon Neujahrsempfang der sozialen Bewegung

Rückblick auf ein Jahr Bewegung in Bochum

Am Sonntag, den 15. Januar 2017 gibt es ab 11 Uhr im Bahnhof Langendreer bereits zum vierzehnten Mal einen Neujahrsempfang verschiedenster Gruppen aus der sozialen Bewegung.

Auf Initiative des Friedensplenums laden diesmal ein: Attac, Bahnhof Langendreer, Bochumer Bündnis gegen Rechts, DFG-VK, Frauen für den Frieden, Hellas Solidarität, Humanitäre Cuba Hilfe, Medizinische Flüchtlingshilfe, Occupy Bochum, Soziales Zentrum und VVN – BdA.

Mit Bildern, Filmen und Geschichten soll vor Augen geführt werden, was sich im Jahr 2016 in Bochum sozial bewegt hat. Der Brunch bietet wieder Gelegenheit, losgelöst von einer politischen Tagesordnung zu plaudern, das Buffet zu genießen, Huggy am Piano zu lauschen und dabei Kraft zu sammeln und Ideen auszutauschen für viel Bewegung im Jahr 2017.

PostHeaderIcon Lesung: Daughters and Sons of Gastarbeiters

Am Samstag, den 21.01.2017 um 19:30 Uhr lädt das Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur – BoFo e.V in Kooperation  mit dem Prinz-Regent-Theater  zu einer Lesung mit Dr. Cicek Bacik, Wolfgang Farkas, Dr. Zoran Terzic und Özlem Yilmazer (Daughters aud Sons of Gastarbeiters) ein. Das Ganze findet im PRINZREGENTTHEATER, Prinz-Regent-Str. 50-60, 44795 Bochum statt, die Karten kosten 16 € / erm. 8 €.

Daughters & Sons of Gastarbeiters ist eine offene Literaturplattform, die im Januar 2015 in Berlin ins Leben gerufen wurde. In öffentlichen Lesungen führen die Akteure ihre Familiengeschichten in künstlerisch-performativer Form auf. Dabei werden die Auftritte von Bildprojektionen aus dem Familienalbum, Bühnenbild, Film und Musik begleitet. Die biographischen Erzählungen von Autoren unterschiedlicher Herkunft decken mit einer stilistischen Spannbreite verschiedene Aspekte der Migrationsgeschichte ab. Die erzählten Geschichten sollen einen öffentlichen Diskurs über das Selbstverständnis und die Relevanz der Einwanderer in der deutschen Gesellschaft anregen.

In einer Zeit, in der in öffentlichen Debatten ethnische und religiöse Hintergründe eine immer größere Rolle spielen, erscheint es umso wichtiger, den Blick auf die konkrete Lebenswirklichkeit von Menschen mit Migrationserfahrung zu richten, um gängige Überfremdungsrhetoriken und Ausgrenzungsmechanismen ins Leere laufen zu lassen. Gastarbeiter steht dabei als Synonym für die Verwobenheit von Arbeitszeit und Arbeitsort mit der Biografie eines jeden Menschen.

Gefördert vom Kulturbüro der Stadt Bochum