PostHeaderIcon Lesung: Daughters and Sons of Gastarbeiters

Am Samstag, 21. Januar lädt das Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur – BoFo e.V. um 19.30 Uhr zu einer Gastlesung der „Daughters and Sons of Gastarbeiters“ ins PRINZREGENTTHEATER, Prinz-Regent-Str. 50-60, Bochum ein.

In der Ankündigung heißt es: „Daughters and Sons of Gastarbeiters ist das Literaturformat, das im Januar 2015 in Berlin ins Leben gerufen wurde, und nun im PRINZREGENTTHEATER gastiert. Die Berliner AutorInnen Dr. Cicek Bacik, Wolfgang Farkas, Dr. Zoran Terzic und Özlem Yilmazer bieten in künstlerisch-performativer Form autobiografische Geschichten aus ihrer Familiengeschichte dar. Dabei werden die Erzählungen der AutorInnen von Bildprojektionen aus dem Familienalbum, Bühnenbild, Film und Musik begleitet und eröffnen einen Diskurs über das Selbstverständnis und die Relevanz der Einwanderer in der deutschen Gesellschaft. Diesen Beitrag weiterlesen »

PostHeaderIcon Neujahrsempfang der sozialen Bewegung

Rückblick auf ein Jahr Bewegung in Bochum

Am Sonntag, den 15. Januar 2017 gibt es ab 11 Uhr im Bahnhof Langendreer bereits zum vierzehnten Mal einen Neujahrsempfang verschiedenster Gruppen aus der sozialen Bewegung.

Auf Initiative des Friedensplenums laden diesmal ein: Attac, Bahnhof Langendreer, Bochumer Bündnis gegen Rechts, DFG-VK, Frauen für den Frieden, Hellas Solidarität, Humanitäre Cuba Hilfe, Medizinische Flüchtlingshilfe, Occupy Bochum, Soziales Zentrum und VVN – BdA.

Mit Bildern, Filmen und Geschichten soll vor Augen geführt werden, was sich im Jahr 2016 in Bochum sozial bewegt hat. Der Brunch bietet wieder Gelegenheit, losgelöst von einer politischen Tagesordnung zu plaudern, das Buffet zu genießen, Huggy am Piano zu lauschen und dabei Kraft zu sammeln und Ideen auszutauschen für viel Bewegung im Jahr 2017.

PostHeaderIcon Lesung: Daughters and Sons of Gastarbeiters

Am Samstag, den 21.01.2017 um 19:30 Uhr lädt das Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur – BoFo e.V in Kooperation  mit dem Prinz-Regent-Theater  zu einer Lesung mit Dr. Cicek Bacik, Wolfgang Farkas, Dr. Zoran Terzic und Özlem Yilmazer (Daughters aud Sons of Gastarbeiters) ein. Das Ganze findet im PRINZREGENTTHEATER, Prinz-Regent-Str. 50-60, 44795 Bochum statt, die Karten kosten 16 € / erm. 8 €.

Daughters & Sons of Gastarbeiters ist eine offene Literaturplattform, die im Januar 2015 in Berlin ins Leben gerufen wurde. In öffentlichen Lesungen führen die Akteure ihre Familiengeschichten in künstlerisch-performativer Form auf. Dabei werden die Auftritte von Bildprojektionen aus dem Familienalbum, Bühnenbild, Film und Musik begleitet. Die biographischen Erzählungen von Autoren unterschiedlicher Herkunft decken mit einer stilistischen Spannbreite verschiedene Aspekte der Migrationsgeschichte ab. Die erzählten Geschichten sollen einen öffentlichen Diskurs über das Selbstverständnis und die Relevanz der Einwanderer in der deutschen Gesellschaft anregen.

In einer Zeit, in der in öffentlichen Debatten ethnische und religiöse Hintergründe eine immer größere Rolle spielen, erscheint es umso wichtiger, den Blick auf die konkrete Lebenswirklichkeit von Menschen mit Migrationserfahrung zu richten, um gängige Überfremdungsrhetoriken und Ausgrenzungsmechanismen ins Leere laufen zu lassen. Gastarbeiter steht dabei als Synonym für die Verwobenheit von Arbeitszeit und Arbeitsort mit der Biografie eines jeden Menschen.

Gefördert vom Kulturbüro der Stadt Bochum

PostHeaderIcon Offener Brief zur Wohnsitzauflage

Gemeinsam mit vielen anderen Organisationen und Einzelpersonen haben wir von BoFo den offenen Brief zur Wohnsitzauflage des treffpunkt asyl unterzeichnet:

Offener Brief an

Frau Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen

Herr Ralf Jäger, Minister für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen

Mitglieder der Landesregierung NRW

Sehr geehrte Frau Kraft,

sehr geehrter Herr Jäger,

sehr geehrte Mitglieder der Landesregierung Nordrhein-Westfalens,

wir unterzeichnenden Einzelpersonen und Gruppen sind schockiert und empört über den Umgang der Landesregierung mit dem Integrationsgesetz und der darin verankerten Wohnsitzauflage. Wir fordern von Ihnen, den von Ihnen eingeschlagenen integrationsfeindlichen Kurs zu ändern!

Wir kritisieren insbesondere zwei Punkte: Zum einen die rückwirkende Umsetzung der Wohnsitzauflage und zum anderen Ihre Bestrebungen, auch innerhalb von NRW einen Wohnsitzzwang einzuführen. Diesen Beitrag weiterlesen »

PostHeaderIcon Rassismus in der politischen „(Flüchtlings-)“debatte

Das Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur – BoFo e.V. lädt herzlich ein zu einer Tagung in Zusammenarbeit mit der Paritätischen Akademie NRW zu dem Thema

Rassismus in der politischen „(Flüchtlings-)“debatte

Das Ganze findet statt am Samstag, 19. November 2016 von 13 – 18 Uhr
bei ver.di Bo/Her, Universitätsstr. 76, 44789 Bochum.

Der Eintritt ist frei.

In diesem Jahr jährt sich die Genfer Flüchtlingskonvention zum 65. Mal. Flucht und Migration sind seit jeher gesellschaftspolitische Themen, die kontrovers diskutiert und politisch instrumentalisiert werden. Besorgniserregend ist die Haltung vieler Menschen in Fragen der Einwanderungsgesellschaft und der aktuellen Zuwanderung von geflüchteten Menschen.

Rassismus ist, wie jüngst auch die Studie „Enthemmte Mitte“ zeigt, längst kein sogenanntes Randphänomen. Rassistische Ressentiments gegen geflüchtete Menschen, die nicht zuletzt durch Medien geschürt werden; brennende Flüchtlingsunterkünfte, das Hochkommen von rechtspopulistischen Bewegungen und Parteien, sind nur ein Teil der rassistischen Entwicklungen in unserer Gesellschaft.

Rechte Gewalt, die teilweise tödlich endet für Menschen, ist ein aktuelles, politisches Problem. Verwiesen sei hier auf die faschistischen Morde des NSU oder die rassistischen Übergriffe auf Geflüchtete und ihre Unterkünfte. Diese Entwicklungen nicht ernst zu nehmen, runter zu spielen oder sogar mit rechtspopulistischer Propaganda zu füttern, ist eine politische Verantwortungslosigkeit. Sogenannte „besorgte Bürger“ belohnen rechte Propaganda mit Wahlerfolgen, wie jüngst in Mecklenburg-Vorpommern geschehen.

Im Rahmen der Tagung wollen wir gemeinsam mit den Referent*innen neben den o.g. Themen darüber sprechen, ob und wie eine rassismuskritische Aufklärung in der Gesellschaft möglich ist. Wie kann erreicht werden, dass dem rechten Massenbewusstsein eine rassismuskritische Haltung entgegengesetzt wird? Wie schaffen wir eine rassismuskritische Haltung und Aufklärung in migrationspolitischen Debatten?

Die Tagung wird aus zwei Blöcken bestehen. Im ersten Block wird es ein moderiertes Podium geben, auf dem ein Wissenstransfer aus der Wissenschaft erfolgt. Im zweiten Block werden die Referent*innen aus ihrer praktischen Arbeit berichten.

Tagungsprogramm:

13.00 Uhr Eröffnung

13.10 Uhr Inputreferat Prof. Dr. Astrid Messerschmidt

“Normalisierter Rassismus – Distanzierungsmuster und Perspektiven für eine kritische Auseinandersetzung”

13.40 Uhr Podium

Worin sind die Ursachen für das Aufkommen von Rechtspopulismus zu sehen? Wie wäre eine rassismuskritische Aufklärung in der Gesellschaft möglich?

  • Prof. Dr. Astrid Messerschmidt, Bergische Universität Wuppertal
  • Prof. Dr. Arian Schiffer-Nasserie, Evangelische Hochschule Rheinland, Bochum

15.00 Uhr Pause mit der Möglichkeit, kleine Snacks käuflich zu erwerben

15.45 Uhr Vorstellung der Studie „Enthemmte Mitte“, anschl. Diskussion

  • Arzu Çiçek, Universität Wuppertal

16.30 Uhr Podium II

Alltagsrassismus, der uns in der Praxis u.a. in Form von Stammtischparolen begegnet, ist eine Herausforderung für die Arbeit in der Praxis. Wie hält man gegen rassistische Vorurteile in der Praxis an? Welche Handlungsmöglichkeiten und Strategien lassen sich gegen rassistische Parolen entwickeln?

  • NN, IFAK e.V.
  • Ali Ismailovski, Flüchtlingsrat NRW, Träger des diesjährigen
    „Maria-Grönefeld-Preises 2016“
  • Michael Sievers, verdi Bochum/Herne
  • Tareq Alaows, refugee strike Bochum

18.00 Uhr Abschluss

Einladungsflyer: BoFoRassismus1 (1)

PostHeaderIcon 20 Bochumer Organisationen für Bleiberecht in Bochum

Mit einem offenen Brief haben sich 20 Bochumer Organisationen, unter anderem auch wir als BoFo,  an Oberbürgermeister Thomas Eiskirch und den Geschäftsführer des Bochumer Jobcenters Frank Böttcher gewandt. Sie fordern die Verantwortlichen dazu auf, die bis zu 1.000 anerkannten Flüchtlinge, die durch das sogenannte „Integrationsgesetz“ von einer Vertreibung aus Bochum bedroht sind, hier wohnen zu lassen. Außerdem müssen die lebensnotwendigen Zahlungen von Sozialleistungen sofort und unbürokratisch wieder aufgenommen werden, fordern die Unterzeichnenden.

„Die betroffenen Menschen haben in Bochum eine Wohnung gefunden, besuchen einen Integrationskurs oder stehen hierfür auf der Warteliste, ihre Kinder besuchen hier Kindergärten und Schulen“, heißt es in dem offenen Brief. „Viele haben hier Freunde gefunden und Kontakte zu anderen Bochumerinnen und Bochumern geknüpft.“ Unterzeichnet ist das Schreiben unter anderem von der Initiative Treffpunkt Asyl, BoFo, dem Caritasverband, der Inneren Mission der Diakonie, der Medizinischen Flüchtlingshilfe, dem Bahnhof Langendreer sowie Ehrenamtsinitiativen und Einzelpersonen der Flüchtlingsarbeit.

Bisher wollen sich die Verantwortlichen der Stadt Bochum noch nicht festlegen, wie sie mit den Menschen umgehen, die vor dem Inkrafttreten des umstrittenen „Integrationsgesetzes“ nach Bochum gezogen sind. Zuletzt hatte der Verwaltungsvorstand entschieden, ihnen zumindest bis zum 1. Dezember keine Umzugsaufforderung zuzusenden. Das löse das Problem jedoch nicht, schreiben die Organisationen in ihrem offenen Brief: „Unsere neuen Mitbürger*innen müssen auf diese Weise noch viele Wochen in einem unsicheren und äußerst belastenden Status verharren. Wir fordern Sie hiermit auf, die integrationsfeindlichen und existenzbedrohen Maßnahmen zu unterlassen und sich entschieden dafür einzusetzen, dass Bochum weiterhin eine freundliche und offene Willkommenskultur lebt.“

Der offene Brief im Wortlaut: Diesen Beitrag weiterlesen »

PostHeaderIcon Rede zum Gedenktag an die Opfer des Faschismus

Anbei dokumentieren wir die Rede von Deniz Cigdem Sert (BoFo) anlässlich des Gedenktages der VVN-BdA an die Opfer des Faschismus und der ermordeten Widerstandskämpfer am 11.09.2016 in Bochum

“Liebe Freundinnen und Freunde,

im Namen des Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur bedanke ich mich zunächst für die Einladung der VVN-BdA, am heutigen Tage hier zu euch sprechen zu dürfen und den diesjährigen Redebeitrag zu übernehmen.

Wir haben uns heute hier versammelt, um auch in diesem Jahr, an diesem 2. Sonntag im September der Opfer des Faschismus zu gedenken. Ich möchte ausdrücklich auf die Wichtigkeit einer politischen Gedenkkultur hinweisen und der VVN-BdA auf diesem Wege nochmals für diesen hartnäckigen und unermüdlichen Einsatz danken. Vielen Dank!

Die politische Gedenkkultur ist deshalb so wichtig, weil uns die Geschichte auch immer wieder zu Achtsamkeit auffordern sollte; denn das Gedenken der Opfer des Faschismus – und so hätten sich die Toten dieses ganz sicher gewünscht, ist gleichzeitig der Beweis dafür, dass ihr Kampf fortgeführt wird. Der Kampf für eine friedliche, menschliche und gerechte Welt! Der Kampf gegen Unterdrückung, Ausgrenzung und Rassismus. Diesen Beitrag weiterlesen »

PostHeaderIcon Gedenken an die Opfer des Faschismus

Kranzniederlegung zur Erinnerung an die Widerstandskämpfer

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (WN – BdA) ruft auf, am Tag der Opfer des Faschismus, der Widerstandskämpfer gegen den Faschismus und Krieg zu gedenken. Am Sonntag, den 11. September (Treffpunkt 11.00 Uhr, Haupteingang) findet an der Gedenkstätte auf dem Friedhof Freigrafendamm eine Kranzniederlegung statt. An den Gräbern am Denkmal auf dem Ehrenrundplatz spricht Deniz Sert vom Vorstand des Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur.

PostHeaderIcon Solidarität mit dem Protestcamp in Bochum – Alle sollen bleiben dürfen!

Diesen Aufruf vom Treffpunkt Asyl haben wir von BoFo mit vielen anderen Initiativen und Einzelpersonen mitunterzeichnet:

Die Proteste der Geflüchteten gegen die Wohnsitzauflage gehen weiter. Die Menschen haben beschlossen, nun dauerhaft und auch über Nacht für ihre Rechte zu demonstrieren, um ihrem Anliegen mehr Nachdruck zu verleihen. Dafür haben sie auf dem Bochumer Rathausplatz bis einschließlich Samstag ein Camp errichtet.

Die im Integrationsgesetz verankerte Wohnsitzauflage zwingt alle Menschen, die im Jahr 2016 als Geflüchtete in Deutschland anerkannt worden sind, in dem Bundesland ihren Wohnsitz zu nehmen, in dem ihr Asylantrag bearbeitet wurde. Die Auflage gilt rückwirkend: Auch Menschen, die vor Inkrafttreten des Gesetzes am 6. August hier bereits Monate gelebt haben, sollen Bochum verlassen. Das bedeutet, dass Menschen, die hier bereits ihren Lebensmittelpunkt haben, ihre Wohnung, ihre Schule, ihre Plätze in den Integrationskursen und ihre Freund*innen von heute auf morgen aufgeben sollen. Viele haben in anderen Städten schlechte Erfahrungen mit Fremdenfeindlichkeit und Rassismus gemacht. Diesen Beitrag weiterlesen »

PostHeaderIcon DaSKuT kommt wieder nach Bochum

Das Bochumer Bündnis gegen Rechts schreibt auf seiner Webseite: »Für den 4.9.2016 hat “DaSKuT” erneut eine Kundgebung in Bochum angemeldet. Diese Gruppe, ein eindeutiger Pegida-Ableger, will nun zum zweiten Mal nach dem 19. Juni rassistische Positionen vertreten und gegen Flüchtlinge hetzen. Die politische Zuordnung von “DasKuT” wird auch daran deutlich, dass am 19. Juni eine Bundestagskandidatin der NPD (!) zu den RednerInnen gehörte. Diesmal wird “DaSKuT” um 19 Uhr am Kuhhirten auftreten und es wird auch dieses Mal Protest geben. Flüchtlinge, die in Bochum leben, UnterstützerInnen, die eng mit Flüchtlingen zusammenarbeiten, und alle anderen Menschen, die rassistische Inhalte und Reden aus Überzeugung ablehnen, müssen sich von “DaSKuT” provoziert fühlen und sollen und werden dies auch zeigen.

Vorbereiten werden wir uns auf die Aktion gegen”DaSKuT” ab 15.00. Die Antifa Bochum und das Soziale Zentrum laden ein zum Treffen auf den Schmechtingwiesen. Dort können wir unser Vorgehen besprechen, miteinander reden, Musik hören, zu Essen gibt es auch. Gegen 18.00 werden wir in die Innenstadt gehen mit dem Ziel, uns gründlich über “DaSKuT” zu informieren. Nach den Erfahrungen vom 1. Mai und vor allem vom 19. Juni ist nicht beabsichtigt, eine eigene Kundgebung anzumelden. Die Anmeldung einer eigenen Kundgebung schützt nicht vor polizeilicher Aggressivität. Für uns gilt die Versammlungsfreiheit, niemand kann uns daran hindern, an einer öffentlichen Kundgebung auch einer “rechten” Organisation teilzunehmen. Das werden wir tun.«