Mitgliderversammlung
BoFo e.V. lädt ein zu der nächsten Mitgliederversammlung am
Sonntag, 20. Mai 2012 um 14 Uhr (bis ca. 17 Uhr) in den Kanzleiräumen, Wittener Str. 80, 44789 Bochum
Folgende Tagesordnung schlagen wir vor:
1. Begrüßung/Jahresrückblick
2. Termine 2012 (Ruhr International, Konferenz, Interkult. Woche)
3. Bericht des Vorstandes
4. Entlastung des Vorstandes
5. Neuwahlen
6. Mitgliedsbeiträge
7. Sonstiges
Über die Teilnahme aller Mitglieder, vor allem auch der Neumitglieder würden wir uns sehr freuen!
„Angriff von Rechtsaußen – wie Neonazis den Fußball missbrauchen“ – Lesung mit Ronny Blaschke
Am Dienstag, den 24. April findet um 19 Uhr im Clubraum der VHS Bochum eine Veranstaltung zum Thema „Nazis in Fußballstadien“ statt. Eingeladen zu der Lesung mit anschließender Diskussion mit dem Journalisten Ronny Blaschke aus Berlin, Autor des Buches „Angriff von Rechtsaußen – Wie Neonazis den Fußball missbrauchen“ haben das Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur – BoFo e.V. gemeinsam mit dem Fanprojekt Bochum, das in diesem Jahr auf zwanzig Jahre erfolgreiche Fanarbeit zurückblicken kann, sowie „Arbeit und Leben“, einer Kooperation von VHS und DGB.
Moderiert wird die Veranstaltung von Ansgar Borgmann, Redakteur von 98.5 Radio Bochum und allen VfL-Fans als Stadionsprecher bekannt.
„Im Fußball sehen Neonazis ein Feld, in dem sie ihre menschenverachtenden und rassistischen Ansichten verbreiten können. Und dass sie dabei in einzelnen Fällen besorgniserregende Erfolge verzeichnen können, beweist das neue Buch von Ronny Blaschke“, so Deniz Sert, Vorsitzende von BoFo. „In einzelnen Fällen ist dies auch in der Bochumer Fanszene festzustellen“, ergänzt Thomas Fischer vom Fanprojekt Bochum.
Der Autor Ronny Blaschke befasst sich seit Jahren mit dem rechtsextremen Treiben im Fußball und liefert eindringliche Beispiele: In Leipzig unterwandern Neonazis die Fanszene, in Lüdenscheid amtiert ein NPD-Funktionär als Schiedsrichter, in Wetzlar als Jugendtrainer. Neonazis gründen Sportvereine, um Jugendliche an ihre Kameradschaften heranzuführen; sie nutzen Fußballturniere zur Vernetzung und zur Stärkung ihrer Gruppenidentität. Blaschke ist auch mit Fangruppen im Revier in engem Kontakt und beschreibt, wie Rechtsextreme das Verständnis von Demokratie und Toleranz im Fußball nachhaltig schädigen.
Die Veranstaltung, bei der auch ein Vertreter der Vereinsführung des VfL Bochum 1848 anwesend sein wird, ist ein Plädoyer für eine politische Diskussionskultur im Sport – und beweist, dass sich Sport und Politik nicht trennen lassen.
Keine Extremismusklausel beim RUB-AStA
In einem offenen Brief haben sich mehrere Initiativen an den Bochumer AStA gewandt, um gegen die Extremismusklausel zu protestieren. Hier der Aufruf, den wir von BoFo ebenfalls unterschrieben haben:
Initiativenförderung an der RUB erhalten — ohne Bekenntniszwang!
Wir — Initiativen und KooperationspartnerInnen, die in den vergangenen Jahren vom AStA der Ruhr-Uni gefördert worden sind, und die mit ihm zusammengearbeitet haben — sind empört über den Vertrauens- und Tabubruch, der im Koalitionsvertrag des neu gewählten AStA begangen wird. Durch neue Regelungen will die Studierendenvertretung die Initiativenförderung ideologisch politisieren. In unseren Augen behindert der AStA mit dem eingeforderten Bekenntniszwang die Arbeit der Initiativen und stellt ihr Engagement unter einen Generalverdacht. Dagegen wehren wir uns. Diesen Beitrag weiterlesen »
BoFo unterstützt Ostermarsch 2012
Wie auch in vergangenen Jahren unterstützt BoFo den Ostermarsch Rhein.Ruhr auch in 2012. Wir zeigen uns solidarisch und haben den Ostermarsch-Aufruf 2012 mit unterschrieben. Rassismus, Faschismus und Militarismus sind eng miteinander verwoben. Das Motto dieses Jahres lautet:
Ja zur zivilen Lösung der Zukunftsprobleme — Nein zu Krieg, Atomrüstung und innerer Militarisierung — nein zur NATO
Nein zur NATO — gegen Militärinterventionen und Atomrüstung
Immer deutlicher entwickelt sich die NATO zur weltweiten Interventionsmacht. Ob Kriegseinsätze in Afghanistan oder Libyen: Unbeeindruckt von völkerrechtlichen Regeln setzten die NATO-Staaten Militär ein, um ihre wirtschaftlichen und strategischen Interessen durchzusetzen. Humanitäre Beweggründe dienen dabei lediglich der Verschleierung dieser Ziele. In Libyen wurde die UNO-Resolution 1973 zum Schutz der Zivilbevölkerung von der NATO zum Militäreinsatz für einen Regimewechsel missbraucht. Zehntausende sind dabei umgekommen. In Afghanistan führt die NATO seit über zehn Jahren einen Krieg, der das Land in noch tieferes tiefes Elend gestürzt hat. Trotz wiederholter Abzugsankündigungen ist ein Ende dieses Krieges nicht in Sicht: Die USA sichern sich bereits die Rechte für Militärstützpunkte bis 2024.. Durch das ungehemmte Vorgehen der NATO werden das Völkerrecht und die weltweite Friedensordnung verletzt. Die Gefahr von Kriegen steigt, die Welt wird unsicherer. Diesen Beitrag weiterlesen »
Infostände zum Internationalen Tag des Antirassismus am 21. März
Am 21. März wird weltweit der Tag des Antirassismus begangen. Um darauf auch in Bochum aufmerksam zu machen, wird das Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur – BoFo e.V. am Mittwoch, 21. März, in der Zeit von 15 bis 18 Uhr gemeinsam mit vielen befreundeten Organisationen wie DIDF, IFAK, VVN-BdA und DIE LINKE eine große Infostand-Aktion am Husemannplatz durchführen. Auch dabei sind SchülerInnen und LehrerInnen der Erich-Kästner-Gesamtschule, eine der Bochumer „Schulen ohne Rassismus-Schule mit Courage“.
Dazu erklärt Deniz Sert, Vorsitzende von BoFo e.V.: „Es gibt Rassismus in Deutschland! Jahrelang konnten Morde verübt werden, ohne dass die Sicherheitsbehörden einen rassistischen Hintergrund erkannten oder erkennen wollten. Rechtspopulisten trauen sich wieder ihre rassistischen und biologistischen Thesen zu publizieren und erhalten Beifall bis in die Mitte der Gesellschaft. Rechte Parteien und Gruppierungen sitzen in Landes- und Kommunalparlamenten; hier in Bochum ein Vertreter der rassistischen NPD. Diesen Beitrag weiterlesen »
Gerechtfertigter Rassismus bei SEK-Einsatz?
Pressemitteilung von BoFo am 19.01.2012:
Der martialische Polizeieinsatz zu Beginn dieses Jahres in einem Wattenscheider Flüchtlingsheim hat erfreulicherweise bereits zu verschiedenen Nachfragen aus der Bochumer Zivilgesellschaft geführt.
Hinterfragt wurde vor allem die Verhältnismäßigkeit des Einsatzes eines 100köpfigen SEK-Spezialkommandos und Helikopters, das brutale Aufbrechen der Wohnungstüren im Lager an der Emilstraße sowie das Abführen in Handschellen und das Arrestieren aller erwachsenen, männlichen Bewohner des Flüchtlingsheims. Billigend wurde dabei in Kauf genommen, dass die AsylbewerberInnen durch diese Ausnahmesituation noch weiter hätten traumatisiert werden können.
„Es ist und bleibt jedoch eine rhetorische Frage, ob ein derartiges polizeiliches Vorgehen auch in dieser Form stattgefunden hätte, wenn das Täterfahrzeug nicht vor dem Flüchtlingsheim, sondern vor einem Mehrfamilienhaus in Stiepel entdeckt worden wäre“, so ein Vertreter des Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur – BoFo e.V., „aber wir sind uns ziemlich sicher, dass es einen Unterschied gemacht hat, dass es sich bei den Bewohnern um Asylbewerber handelt.“
Der Vorfall wurde nicht nur in der Bochumer Politik und Verwaltung thematisiert, sondern ebenfalls im Innen- sowie im Rechtsausschuss des Landtags NRW. „Jedes Mal wurde seitens Polizei, Justiz und einiger PolitikerInnen behauptet, das Vorgehen sei der damaligen Lage angemessen und verhältnismäßig gewesen.
Für BoFo stellt sich die Frage, ob es sich ergo um einen so genannten „gerechtfertigten Rassismus“ handelt.“
Auch BoFo e.V. lädt ein: Neujahrsempfang der Sozialen Bewegung
Bereits zum neunten Mal findet am Sonntag, dem 29. Januar 2012 ab 11.00 Uhr im Bahnhof Langendreer ein Neujahrsempfang verschiedener Gruppen aus der sozialen Bewegung in Bochum statt. Auf Initiative des Friedensplenums laden diesmal ein: Attac, Bahnhof Langendreer, Bochumer Forum für Antirassimus und Kultur – BoFo e.V., Bochum gegen Rechts, Bochumer Sozialforum, DFG-VK, Frauen für den Frieden, Humanitäre Cuba Hilfe, Medizinische Flüchtlingshilfe, Soziales Zentrum und VVN – BdA. Mit Bildern, Filmen und Geschichten soll vor Augen und Ohren geführt werden, was sich im Jahr 2011 in Bochum sozial bewegt hat. Der Brunch bietet wieder Gelegenheit, völlig losgelöst von irgendeiner politischen Tagesordnung zu plaudern, das reichhaltige Buffet zu genießen, Huggy am Piano zu lauschen und dabei Kraft zu sammeln und Ideen auszutauschen für viel Bewegung im Jahr 2012. Gudrun Müller, Geschäftsführerin von ver.di in Bochum, wird in einem kurzen Beitrag aufzeigen, wie Stadt und Bezirksregierung die Daseinsvorsorge in Bochum dramatisch abbauen wollen und dazu auffordern, 2012 zum Jahr des gemeinsamen aktiven Einmischens zu machen.
BoFo unterstützt den Aufruf “Block Dresden 2012″
Hier der Aufruf im Original: “Aller guten Dinge sind drei!
BLOCK DRESDEN 2012 – Blockieren, bis der Naziaufmarsch Geschichte ist
In den vergangen zwei Jahren ist uns etwas gelungen, das viele für unmöglich gehalten hatten: Wir haben den Naziaufmarsch in Dresden erfolgreich blockiert. Tausende Nazis konnten ihr eigentliches Ziel, mit einer Großdemonstration ihre menschenverachtende Ideologie zur Schau zu stellen, nicht erreichen.
Mit dem Aufmarsch im Februar versuchten sie in den vergangenen Jahren, an das Gedenken an die Bombardierungen Dresdens im Februar 1945 und den damit einher gehenden Mythos der „unschuldigen Stadt Dresden“ anzuknüpfen. Auch durch Ignorieren und Wegschauen seitens der Stadtverwaltung und eine mangelnde Entschlossenheit großer Teile der Dresdner Zivilgesellschaft konnte dieser Termin zu Europas größtem Naziaufmarsch mit bis zu 7000 Teilnehmenden werden. Doch die Dynamik der Aufmärsche ist gebrochen. Zu verdanken ist dies insbesondere dem entschlossenen Handeln von zwölftausend (2010) und zwanzigtausend Menschen (2011), die mit Massenblockaden den Marsch der Nazis verhinderten. Diesen Beitrag weiterlesen »
600 BochumerInnen zeigen Flagge gegen rechts
Am Samstag, 10. Dezember haben etwa 600 Bochumer BürgerInnen eindrucksvoll „Flagge gezeigt“ gegen rechten Mordterror bei der Kundgebung auf dem Rathausvorplatz. Die VeranstalterInnen, ein breites Bochumer Bündnis aus vielen demokratischen Organisationen, Parteien und Einzelpersonen, zogen ein durchweg positives Fazit: „Wir sind froh, dass wir auch in Bochum zu den Vorfällen rund um die Mordserie der neonazistischen Terrorgruppe NSU so viele Menschen mobilisieren konnten.“
Die Kundgebung in Bochum reiht sich ein in viele weitere Demonstrationen, die zu diesem Thema am Tag der Menschenrechte in der gesamten Bundesrepublik stattgefunden haben – sei es in Berlin, Kassel, Greifswald oder Hamburg.
Nach einer Schweigeminute für die Opfer und Angehörigen der Morde mit rechtem Hintergrund folgten acht kurze Redebeiträge. Eine Solidaritätsadresse der Beschäftigten von Opel, die an diesem Morgen eine Betriebsversammlung abgehalten hatten, wurde mit viel Applaus begrüßt.
Die Schwerpunkte der Reden von VertreterInnen verschiedener Organisationen beleuchteten das Problem des Neofaschismus von vielen Seiten: Verbot der NPD, die Rolle des Verfassungsschutzes und der V-Leute, Rassismus in und aus der Mitte der Bevölkerung, der Unsinn der Extremismustheorie, das Unterschätzen der rechten Szene waren nur einige Themen in den Wortbeiträgen. „Wer jetzt noch glaubt, dass die Mordserie aus dem Nazi-Umfeld in der Hauptsache ein „migrantisches“ Problem sei, sollte sich an den vielen Menschen ein Beispiel nehmen, die heute in Bochum solidarisch „Flagge gezeigt“ haben“, so abschließend eine Veranstalterin.
Die Reden im Wortlaut:
- Cigdem Deniz Sert, Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur – BoFo e.V.
- Michael Hermund, DGB Vorsitzender Region Ruhr-Mark
- Carina Gödecke, Vizepräsidentin des Landtages NRW, stellv. Vorsitzende SPD Bochum
- Friederike Müller, IFAK e.V
- Sevim Dagdelen, MdB, Sprecherin für Migration und Integration der Fraktion DIE LINKE
- Christoph Nitsch, Vorsitzender Soziale Liste Bochum
- Mehriban Özdogan, Vorstand DIDF Bochum
- Hatice Ünlübayir, Vorstandssprecherin Bündnis 90/Die Grünen KV Bochum
BoFo: Flagge zeigen gegen rechten Mordterror
Presseerklärung von BoFo vom 04.12. 2011:
“Am kommenden Samstag, 10. Dezember wird um 14 Uhr eine Kundgebung unter dem Motto „Flagge zeigen gegen den rechten Mordterror“ auf dem Bochumer Rathausvorplatz stattfinden.
Das Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur- BoFo e.V. freut sich, dass ein breites Bochumer Bündnis aus vielen demokratischen Organisationen, Parteien und Einzelpersonen zu der Demonstration aufruft und den gemeinsam verabschiedeten Aufruf unterstützt.
Alle Beteiligen sind sich einig, dass man auch in Bochum nicht schweigen dürfe zu den Opfern rechter Gewalt. Nicht zuletzt die Skandale, die im Zuge der jüngsten Ermittlungen zu den rassistischen Morden der Terrorgruppe NSU bekannt wurden, werfen viele grundsätzliche Fragen auf. Diesen Beitrag weiterlesen »