PostHeaderIcon 20 Jahre nach dem Brandanschlag von Solingen

Das Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur – BoFo e.V. ruft anlässlich des 20ten Jahrestages des Brandanschlages in Solingen zu der Teilnahme an der bundesweiten Demonstration am Samstag, 25. Mai um 13 Uhr in Solingen auf und gehört mit vielen anderen zu den ErstunterzeichnerInnen des Demoaufrufes „Das Problem heißt Rassismus“.

In diesem Jahr jährt sich der rassistische Mord an den fünf Mitgliedern der Familie Genc in Solingen zum 20. Mal. Dieser mörderische Brandanschlag kam nicht von ungefähr. Er ist nur einer von mehreren Brandanschlägen, die in den 90’ern vor dem Hintergrund hetzerischer, rassistischer Parolen und öffentlicher politischer Diskussionen über den sogenannten Asylmissbrauch verübt worden sind. Beispielhaft erwähnt seien hier Hoyerswerde, Hünxe, Rostock und Mölln. Sie alle passten zum damaligen politischen Diskurs über die „Überfremdung“, „Flüchtlingswellen“ sowie die „vollen Boote“. Für die mörderischen Brandanschläge gab es also eine politische Kulisse. Die Hoffnung darauf, dass Solingen der letzte rassistische Mord in Deutschland ist, ist spätestens seit den Morden des NSU verflogen. Die Hoffnung, dass die Opfer rechter Gewalt nicht mehr kriminalisiert werden, ist ebenfalls spätestens seit dem Aufdecken des NSU verflogen. Denn auch schon in Solingen und in Mölln wurden die Opfer des Brandanschlages kriminalisiert. Diesen Beitrag weiterlesen »

PostHeaderIcon Aufruf zur Demo am Samstag, 25. Mai in Solingen

20 Jahre nach dem Brandanschlag von Solingen:
Kein Vergeben, kein Vergessen! – Das Problem heißt Rassismus!

Am 29. Mai 1993 verübten vier junge Männer einen Brandanschlag auf das Haus der Familie Genç. Gürsün Ince, Hatice Genç, Gülüstan Öztürk, Hülya Genç und Saime Genç starben in den Flammen bzw. beim Sprung aus dem Fenster, weitere Familienmitglieder wurden teilweise schwer verletzt. Drei Tage zuvor hatte der Deutsche Bundestag mit der Einführung der sogenannten Drittstaatenregelung das Grundrecht auf Asyl in Deutschland faktisch abgeschafft. Beide Ereignisse jähren sich im Mai 2013 zum 20. Mal.

„Das Boot ist voll!“ – Rassistische Hetze zu Beginn der 1990er Jahre

Die Täter von Solingen kamen nicht aus dem Nichts: Monatelang war in den Medien unter der Parole „Das Boot ist voll!“ gegen „Ausländer“ gehetzt und von einer „Asylantenflut“ halluziniert worden. Bereits seit Beginn der 1980er Jahre hatte die CDU Maßnahmen gegen einen vermeintlichen „Asylmissbrauch“ gefordert. Zu Beginn der 1990er Jahre nahm sie den Anstieg der Asylanträge zum Anlass, die Kampagne im wiedervereinigten Deutschland gesellschaftlich zu verankern.

„Deutschland den Deutschen – Ausländer raus!“ wurde nicht nur zur Parole der Neonazis: Bei tagelangen pogromartigen Angriffen auf Unterkünfte von Geflüchteten und Migrant_innen in Hoyerswerda und Rostock-Lichtenhagen applaudierten Nachbar_innen dem Brandsätze werfenden Mob, während Polizei und Ordnungsbehörden streckenweise tatenlos zusahen oder erst gar nicht bzw. viel zu spät erschienen. Diesen Beitrag weiterlesen »

PostHeaderIcon BoFo ruft auf zur umFAIRteilen-Demo in Bochum am 13. April

Das bundesweite Aktionsbündnis „umFAIRteilen“ ruft zu einem dezentralen Aktionstag am Samstag, 13. April 2013 auf. In zahlreichen Städten finden Veranstaltungen, Aktionen und Demonstrationen statt, um für mehr soziale Gerechtigkeit und gegen Verarmung in den öffentlichen Haushalten zu demonstrieren. Wenige Reiche in unserem Land werden reicher und viele Arme werden ärmer. Großem privaten Reichtum steht folgenreiche öffentliche Armut gegenüber. Es kann so nicht weitergehen!

Gerade die Menschen in den Ruhrgebietsstädten bekommen hautnah zu spüren, was öffentliche Armut für sie heißt. Die Öffnungszeiten der Bibliotheken sind in Bochum eingeschränkt worden. Der Besuch von Schwimmbädern oder städtischen Kulturveranstaltungen ist teurer geworden. Dienstleistungen der Stadt Bochum werden eingeschränkt. In den Jugendfreizeithäusern gibt es einen riesigen Investitionsstau und zahlreiche Schulen vermitteln unseren Kindern und Jugendlichen nicht gerade Lust auf Lernen. Der Berufseinstieg für viele Jugendliche wird immer schwieriger und die Stadt Bochum baut Ausbildungsplätze ab. Die Armut von Kindern, Jugendlichen und Familien hat ein dramatisches Ausmaß angenommen. Annähernd 5.000 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 15 bis 25 Jahren leben allein in Bochum in „Hartz-IV-Familien“. Diesen Beitrag weiterlesen »

PostHeaderIcon BoFo unterstützt den Ostermarsch Rhein Ruhr

Das Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur – BoFo e.V. unterstützt auch in diesem Jahr den Ostermarsch Rhein-Ruhr. BoFo wird mit einem Infostand am Ostersonntag, 31.März im Bahnhof Langendreer vertreten sein, um die TeilnehmerInnen der Fahrradetappe ab 16.00 Uhr dort zu begrüßen.

Ein Sprecher von BoFo dazu: „ Wir gehören zu den ErstunterzeichnerInnen des Aufrufs zum diesjährigen Ostermarsch Rhein-Ruhr. Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass das Eintreten gegen Rassismus eng zusammenhängt mit einer Schaffung einer internationalen Friedenskultur. Ob Deutschland, Mali, Afghanistan oder der Nahe Osten – Frieden ist nicht durch eine Fokussierung auf Nationalstaatlichkeit zu erreichen. Daher wünschen wir auch dem diesjährigen Ostermarsch zahlreiche TeilnehmerInnen und viel Erfolg.“

Das Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur – BoFo e.V. hat als eine der ErstunterzeichnerInnen den Ostermarsch-Aufruf Rhein Ruhr 2013 unterstützt:

Von Deutschland muss Frieden ausgehen. Nein zu Krieg und Rüstungsexporten. Atomwaffenfrei jetzt

Von Deutschland geht Krieg aus – hier kann und muss er auch verhindert werden! Deutsche Soldaten und Soldatinnen kämpfen in Afghanistan, sie sind auf dem Balkan und in Afrika und mit den deutschen Patriot-Systemen an der Grenze zu Syrien. Deutsche Waffen dienen zum Töten in zahlreichen Konflikten auf allen Kontinenten. In Deutschland sind Kommandozentralen der NATO eingerichtet, die zum Führen von Kriegen in vielen Regionen der Welt genutzt werden können: Von Deutschland geht Krieg aus!

Rüstung und Militär lösen die Konflikte nicht, im Gegenteil: sie verhindern die Lösung der drängenden Probleme unserer Zeit. Gerechte Politik ist nur im Frieden und durch Abrüstung und eine zivile Umwandlung der Gesellschaft möglich. Dafür demonstrieren wir zu Ostern! Diesen Beitrag weiterlesen »

PostHeaderIcon Rede von BoFo am 09.03.2013 auf der Kundgebung gegen „pro-NRW“ in Wattenscheid-Leithe

Liebe Freundinnen und Freunde des antirassistischen Widerstands!

Gemeinsam mit anderen hat das Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur – BoFo e.V., für das ich hier spreche, den Aufruf unterzeichnet. Auf dem steht „Flüchtlinge willkommen. Nazis haut ab“. Er richtet sich gegen die rassistische Hetz- Tour von pro-NRW gegen den angeblich massenhaften Asylmissbrauch. Die Auftaktveranstaltung ist ausgerechnet hier in Wattenscheid, vor der Asylbewerberunterkunft Hollandschule, in Sichtweite, in Hörweite. Diesen Beitrag weiterlesen »

PostHeaderIcon “Kein Recht auf Asylmissbrauch”? Hintergründe zur pro-NRW-Kampagne

Veranstaltung mit Alexander Häusler am Vorabend der Demonstration gegen pro-NRW an der Hollandschule in Wattenscheid-Leithe

Am Freitag, 8. März 2013 um 19.00 Uhr veranstaltet BoFo  in den Räumlichkeiten von ver.di Bochum-Herne (Hintereingang), Universitätsstr. 76  in 44789 Bochum eine Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Alexander Häusler von der FH Düsseldorf zum Thema  “Kein Recht auf Asylmissbrauch”?  Hintergründe zur pro-NRW-Kampagne”.

Mit rechter Hetze gegen Zuwanderer und Asylsuchende versucht die rechtspopulistische Partei “pro NRW”, politische Aufmerksamkeit gewinnen zu können. Durch eine Unterschriftenkampagne und Demonstrationen vor Flüchtlingsunterkünften in Nordrhein-Westfalen mobilisieren die extremen Rechten gegen die Opfer von Armut und Verfolgung. Es darf nicht zugelassen werden, dass das Thema Asyl für politische Hetze missbraucht wird.

Mit der Veranstaltung wollen wir aus aktuellem Anlass aufklären über die Hintergründe rechter Hetze gegen Flüchtlinge und ein Zeichen setzen gegen Rassismus und Diskriminierung. Die Veranstaltung soll auch mobilisieren zu der Kundgebung um 9.00 Uhr gegen die pro-NRW Aktion am Samstag 09.03.2013 in Wattenscheid – Leithe vor der Hollandschule in der Fröbelstraße.

Referent ist Alexander Häusler, Sozialwissenschaftler und wissenschaftlicher Mitarbeiter des Forschungsschwerpunktes Rechtextremismus/Neonazismus der Fachhochschule Düsseldorf. Einer seiner Arbeitsschwerpunkte sind die sogenannten „pro-Bewegungen“.

“Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische oder sonstige Menschen verachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.”

Die Einladung als pdf

PostHeaderIcon Flüchtlinge Willkommen! Nazis haut ab!

Das Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur – BoFo e.V unterstützt den gemeinsamen Aufruf zur Gegen- Kundgebung am 9. 3. 2013 in Wattenscheid-Leithe:

Flüchtlinge Willkommen! Nazis haut ab!

Jetzt sind sie bald wieder unterwegs: die Hetzer von „Pro NRW“. „ Pro NRW“ ist hervorgegangen aus der Kampagne gegen den Bau einer Moschee in Köln. „Pro NRW“ ist ein Sammelbecken reaktionärer Personen, von denen viele bereits in der NPD und bei den Republikanern organisiert waren. Pro NRW wird aus dem Spektrum der militanten Neonazis unterstützt.

Mit einer „Rundreise“ durch NRW will „Pro NRW“ jetzt vor den, wie es in ihrem Jargon heißt, „Brennpunkten des Asylmissbrauchs“ eine weitere rassistisch motivierte Kampagne starten. . Die erste Kundgebung in NRW ist am 9. 3. 2013 vor der ehemaligen Hollandschule in Wattenscheid-Leithe angekündigt. Dort leben Flüchtlinge, die in ihren Herkunftsländern politischer Verfolgung und rassistischen Angriffen ausgeliefert waren. „ Pro NRW“ will mit ihren Kundgebungen Stimmungen gegen Flüchtlinge erzeugen, ausnutzen oder verstärken, um für ihre Partei Propaganda zu machen. Diesen Beitrag weiterlesen »

PostHeaderIcon Rede von BoFo zum Holocaust-Gedenken in Langendreer

Liebe Antifaschistinnen und Antifaschisten,

wir vom Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur –BoFo e.V. freuen uns über das Engagement von Langendreerer AntifaschistInnen, die heute diese Kundgebung ins Leben gerufen haben. Wir unterstützen ausdrücklich das breite Bündnis, das zum Gedenken an die Opfer des Holocaust hier und heute aufgerufen hat.

„Kein Vergeben – Kein Vergessen“, das ist das Motto, unter dem wir uns hier zusammengefunden haben. Kein Vergeben – Kein Vergessen. Wie gern würden wir uns darauf beschränken, der Millionen Toten der Vernichtungsmaschinerie der damaligen Nazis ein ehrendes Andenken zu bewahren. Wie gern würden wir uns darauf beschränken, die Erinnerungen an die historischen Gräueltaten wach zu halten, sie nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Wie gern würden wir lediglich daran erinnern, dass es angesichts dieses rassistisch motivierten Holocaust keine Vergebung geben kann.

Aber wir stehen ja nicht zufällig hier. Hier in Langendreer, hier an dieser S-Bahn Haltestelle. Wo sich im letzten Jahr wieder Übergriffe von Nazis gehäuft haben. Wo anders Denkende, anders Aussehende, anders Gekleidete, Mitmenschen mit anderen Wurzeln auf dem Bahnsteig oder genau hier, auf offener Straße, am helllichten Tag brutal zusammengeschlagen wurden. Mit Springerstiefeln getreten, mit Knüppeln krankenhausreif geprügelt. Von Nazis, genauer gesagt von Neofaschisten. Von Menschen, deren Vorbilder immer noch die so genannten Nationalsozialisten von damals sind. Von Schlägern übrigens, die bisher von der Polizei nicht identifiziert und von der Justiz nicht verurteilt wurden.

Liebe Freundinnen und Freunde,

eins lasst uns nicht vergessen: Das Grauen begann nicht erst in Auschwitz, Sobibor, Theresienstadt, Treblinka oder in einem anderen Konzentrationslager. Das Grauen begann zu allererst in den Köpfen der Menschen, in den Häusern, auf der Straße, in der Nachbarschaft, in den Vororten. Wie zum Beispiel in Bochum-Langendreer. Es begann mit einer stetig wachsenden Ausgrenzung alles Andersartigen. Nein, es begann sogar schon mit der Definition dessen, was als andersartig, als abartig, als entartet zu gelten hatte.

Und das genau sind die Grundlagen, derer sich Rassismus heute immer noch bedient. Egal, ob er in Form von Anti-Semitismus, Anti-Ziganismus oder Anti-Islamismus vorkommt. Rassismus: Er beginnt in den Köpfen, wabert durch die Medien und verfolgt die Ausgegrenzten in Form von Alltagsrassismus auf Schritt und Tritt. In allen Lebensbereichen.

Dem lasst uns gemeinsam Einhalt gebieten. Wir wissen: Nicht alle Rassisten sind Nazis, aber alle Nazis sind Rassisten. Denen muss in allererster Linie unser vereinter Widerstand gelten. In ganz Deutschland, in Bochum und hier – in Langendreer.

Kein Vergeben – Kein Vergessen! Ich danke euch!

PostHeaderIcon BoFo unterstützt die Kundgebung in Gedenken an die Holocaust-Opfer in Langendreer

Kundgebung in Gedenken der Opfer des Holocaust.
Kein Vergeben! Kein Vergessen!

Der 27. Januar ist der Holocaust-Gedenktag. Aus diesem Anlass ruft ein breites antifaschistisches Bochumer Bündnis zu einer Kundgebung in Bochum-Langendreer am Samstag, 26. Januar ab 13 Uhr am S-Bahnhof Langendreer auf. Der Aufruf wird unterstützt bzw Reden werden gehalten von VertreterInnen von linksjugend [´solid], SDAJ, rebell, Opel-Jugend, Soziale Liste, VVN-BdA und BoFo e.V. In erster Linie soll an die Millionen Menschen erinnert werden, die von den Faschist*innen ermordet wurden.

An diesem S-Bahnhof kam es in der vergangenen Zeit zu diversen Übergriffen von Nazi-Schlägern. In Bochum-Langendreer gibt es seit Jahren eine erschreckende fa­schistische Bewegung. Nachdem es nach der großen Demonstration im Herbst 2011 zunächst etwas ruhiger geworden war, machen die Nazis inzwischen wieder verstärkt durch Gewalt, Randale und Provokationen auf sich aufmerksam. Diesen Beitrag weiterlesen »

PostHeaderIcon Kundgebung in Bo: Bleiberecht für alle Flüchtlinge!

Anlässlich der Innenministerkonferenz in Rostock ruft die Initiative “alle bleiben!” am kommenden Mittwoch, den 5. 12. deutschlandweit zu Aktionen für eine neue Bleiberechtsregelung auf. In Bochum beteiligen sich der Flüchtlingsrat NRW, das Bündnis gegen Rechts, das Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur – BoFo e.V., amnesty international und andere Initiativen mit einer Kundgebung um 15 Uhr vor dem Hauptbahnhof und einer symbolischen Aktion, bei der sie zahlreiche Luftballons in den Himmel steigen lassen.

In Deutschland leben rund 90.000 Menschen mit dem aufenthaltsrechtlichen Status der Duldung, etwa die Hälfte von ihnen bereits seit sechs oder mehr Jahren. Sie sind grundsätzlich ausreisepflichtig, doch ist die Abschiebung momentan aus unterschiedlichen Gründen ausgesetzt. Ihren Wohnort dürfen sie nicht frei wählen, häufig wird ihnen auch eine Arbeitserlaubnis verwehrt. Zudem müssen sie jederzeit damit rechnen, dass die Ausländerbehörde die Abschiebung vollzieht. Für die betroffenen Menschen ist diese Situation der Ungewissheit und Perspektivlosigkeit extrem belastend. Diesen Beitrag weiterlesen »